Ulrich Deuschle: „Eine Produktionsverlagerung ins Ausland gefährdet den Ruf
von Marke und Standort“
Die Republikaner haben sich mit den Protesten der Daimler-Arbeitnehmer in Sindelfingen gegen die geplante Produktionsverlagerung der C-Klasse nach USA und China solidarisiert. „Mercedes sägt sich selbst den Ast ab, auf dem es sitzt, wenn das Qualitätsprinzip ‚ made in Germany‘ aufgegeben wird“, sagte der Landesvorsitzende der baden-württembergischen Republikaner Ulrich Deuschle.
Der Konzern trägt nicht nur für seine eigene Belegschaft Verantwortung, die einen Abbau von 3000 Arbeitsplätzen befürchtet, sondern auch für seine Zulieferfirmen, wie z.B. die Fa. Behr (Produktion von Kühlern), die erst gestern eine Verringerung der Belegschaft um mindestens 700 Mitarbeitern angekündigt hat. Als soziale Heimatpartei sind die Republikaner besorgt, daß eine Entscheidung für die Produktion der C-Klasse im Ausland weitere tausende Arbeitsplätze bei hochqualifizierten Zulieferfirmen in der Region kosten könnte.
Eine Produktionsverlagerung nach Übersee kann aus kurzsichtigem Gewinndenken den guten Ruf der Marke Mercedes und des ganzen Standorts beschädigen, warnte Deuschle. Pkw-Kunden sind sensibler als die Käufer von Lastkraftwagen, die einen internationalen Produktionsverbund eher akzeptieren. „Von einem Premium-Auto erwarten Kunden in der ganzen Welt auch Premium-Qualität“, erläuterte der Landesvorsitzende der Republikaner. Mercedes wäre nicht der erste Hersteller, der nach der Produktionsverlagerung in die USA mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hätte.
Es ist zudem nicht ausgemacht, daß Kunden in Asien einen Mercedes aus China noch als vollwertigen Mercedes akzeptieren würden. Wenn wegen der vermeintlich billigeren Produktion im Ausland dann die Absatzzahlen einbrächen, könnten sich die Kosteneinsparungserwartungen des Daimler-Vorstands schnell als Milchmädchenrechnungen erweisen.
V.i.S.d.P.: Die Republikaner, Landesverband Baden-Württemberg
Pressemitteilung Nr. 14/09 vom 02.12.2009